Wer war eigentlich Leonhard Frank?

Eiffe hat die Lesung eines viel zu oft vergessenen fränkischen Autors in Connewitz unterstützt.

Das Eiffe-Jahr 2016 ist mit Literatur zu Ende gegangen. Dank des Engagements der Connewitzer Buchhandlung „El Libro“ gab es eine außergewöhnliche Buchpräsentation des leider viel zu oft vergessenen Würzburger Schriftstellers Leonard Frank. Michael Henke, Vorsitzender der Leonard-Frank-Gesellschaft, reiste aus Berlin an und referierte zum Autor der „Räuberbande“, also zu Leonhard Frank.

Es fand sich ein gutes Dutzend Menschen in der Buchhandlung ein, um dann auch Passagen aus dem 2016 vom Wiener Milena-Verlag neu aufgelegten Romans zu hören. Michael Henke las und benutzte als Berliner dann auch die fränkische Mundart der in der „Räuberbande“ agierenden jungen Protagonisten.

Die Leonard-Frank-Gesellschaft engagiert sich unermüdlich für die Sicherung und Verbreitung des Erbes des konsequenten expressionistischen Pazifisten Frank (geb. 1882 in Würzburg – gest. 1961 in München). Das Interesse an seinen Büchern ist heute nicht mehr sehr groß, aber ihre unglaubliche Aktualität könnte kaum größer sein.

Der Abend im „El Libro“ aber war ein kleiner und sehr feiner Beitrag, das Interesse wach zu halten. Wäre doch schön, wenn sich wieder Menschen fragen, wer war eigentlich dieser Leonard Frank, dessen Name für Straßen zumindest in Ostdeutschland noch in vielen Städten präsent ist.

Frank, dessen Bücher klare, antimilitärische und antidogmatische Botschaften aussenden, verstand auch eine ganze Menge von gutem Leben, eben einer von dem wir auch heute etwas lernen können, der in unsere Zeit passt.

Danke an die Mannschaft vom „El Libro“!

Liebe Leute überall im Land, kauft Eure tägliche Ration Literatur bitte in Connewitz, in der Bornaischen Straße 3d! Das kann nur im Sinne von Leonhard Frank sein.

Danke an Michael Henke für seine Lesung und sein unentwegtes Engagement!

Na dann, bis nächstes Jahr, wenn es wieder heißt, Eiffe der Bär lädt ein!