Eiffe will die Wettermänner haben

Mit Witterung hat’s nichts zu tun, wenn „Wettermann“ am 10.11. ab 20 Uhr in der Villa aufspielt.

Die in Meusdorf als Trio auftretenden Wettermänner sollen vor allem Insidern ein Begriff sein. Dabei hat die in wechselnder Besetzung spielende Band bereits 2009 mit „Vom Rand der Gezeiten“ ein viel beachtes Album vorgelegt. Die Musiker Axel Rapp (Gesang, Gitarre), Franz Schwarznau (Gitarre, Bass) und Andreas Schwaiger (Schlagzeug) sind auch immer wieder auf Konzerten in der Region unterwegs.

Ihr Musikstil wird so beschrieben: Auf allen Hochzeiten zwischen allen Stühlen. Das verspricht also ein spannender Abend bei dem kurzfristig anberaumten Auftritt vor Eiffes Freunden zu werden.Wettermann spannt laut einer Rezension einen Bogen von kleinen Unwägbarkeiten bis zu großen Ungereimtheiten – und das mit einer Liebe für sinnlich, assoziative Wortspiele, wie sie unter deutschsprachigen Liedautoren immer seltener zu finden ist. Sie rudern nicht in tagesaktuellen Pop-Fahrwassern mit, sondern halten lieber die Uhr an, um das Ticken hörbar zu machen.

Die beteiligten Musiker kennen sich seit vielen Jahren und spielten schon in verschiedenen Formationen, bevor sie 2008 Wettermann ins Leben riefen – eine Band, die ihre Hauptaufgabe darin sieht, Rapps markante Stimme in ein maßgeschneidertes Klanggewand zu hüllen. Vielleicht noch die Aufklärung zum Namen: Die band hat sich einfach nach einem ihrer Songs benannt: „Wozu braucht man einen Wettermann, wenn man jedes Wetter mag?“, lautet die Zeile darin, in der der Wettermann vorkommt.

Es ist nicht einfach, die Musik von Wettermann zu beschreiben. Rock mit deutschen Texten greift da viel zu kurz. Der Versuch einer weiteren Annäherung: Die Lieder, mit Titeln, wie „364 Tage“, „Immer billiger“ oder „Zug der Zeit“, tragen sich durch eine zum Teil sehr dicht gewobene musikalische und lyrische Atmosphäre. Am ehesten fühlt man sich wohl an Bands wie Element of Crime erinnert. Die Songs sind einfühlsam und gut durchdacht arrangiert – man merkt, dass hier gereifte Musiker zusammengefunden haben, die ihr Handwerk verstehen.

Die verbindende Klammer ist der poetische Gesang von Frontmann Axel Rapp, auf den man sich als Hörer einlassen können muss. Seine Texte handeln von „Liebe, Leben und was einem nicht gefällt“, wie es Rapp, der bereits für den Leipziger Gewandhaus-Kinderchor geschrieben hat und auch Lyrik und Prosatexte verfasst, grob umreißt.


Auf das Wettermann-Konzert darf man also sehr gespannt sein. Eiffe und seine vielen Freunde freuen sich schon sehr auf den musikalischen Abend in der Villa.

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